Sicherheit geht vor! Ein Schutzhelm kann Leben retten

Kopfverletzungen stehen an dritter Stelle in den jährlichen Statistiken zu Arbeitsunfällen im Handwerk und im Bauwesen. Eine beunruhigende Tatsache, wenn man bedenkt, dass die Baustellenverordnung und die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) die Benutzung von Kopfschutz auf Baustellen und in Industriellen Arbeitsumgebungen vorschreibt. Verletzungen am Kopf sind fatal und in persönlicher, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht folgenschwer für den betroffenen Mitarbeiter und die Verantwortlichen. Lassen sich festgestellte Gefährdungen technisch oder organisatorisch nicht beseitigen, muss der Mitarbeiter mit einer Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ausgestattet sein. Professionelle Schutzhelme von namhaften Herstellern wie 3M™, VOSS-HELME, JSP®, uvex oder SCHUBERTH bieten mit hochwertigen Bauhelmen den erforderlichen Kopfschutz für Ihre Mitarbeiter.


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Die wesentlichen Faktoren bei der Auswahl des richtigen Schutzhelms

Um einen guten Schutz vor Kopfverletzungen zu leisten, sind einige Kriterien bei der Auswahl des richtigen Schutzhelms nach DIN EN 397 zu beachten. Dabei sind das Gefährdungspotenzial, die Bauhelm-Form, das Gewicht sowie Passform und Größe bei der Entscheidung für den Arbeitsschutz elementare Auswahlkriterien.

Auch die Gebrauchsdauer in Bezug auf Materialermüdung und die Farbe als Signalwirkung können bei der Wahl des geeigneten Bauhelm eine wichtige Rolle spielen. Die primäre Anforderung an einen Sicherheitshelm ist die Schutzfunktion. Für den richtigen Schutz sind die folgenden Kriterien zu beachten:

  • Die Stoßdämpfung
  • Die Durchdringungsfestigkeit
  • Die Beständigkeit gegen äußere Einflüsse
  • Die Gewährleistung des Sitzes
  • Die Gebrauchsdauer

Die Auswahl des richtigen Materials und die Form der Helmschale decken dabei die ersten 3 Anforderungen ab. Hier bieten die Hersteller Helme aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyethylen und Polypropylen an. Weiterhin gibt es Bauhelme aus duroplastischen Kunststoffen wie Phenol-Formaldehyd-Harz oder Polyesterharz.
Die Materialien stehen mit oder ohne Glasfaserverstärkung zur Verfügung. Auch Zusatzanforderungen wie elektrische Isolierung, ein hoher Temperaturschutz und ein Schutz gegen Spritzer von geschmolzenem Metall sind bei der Material- und Formauswahl zu berücksichtigen.

Die Helmschale gibt es in unterschiedlichen Formen mit breitem, umlaufendem Rand, Regenrinne und heruntergezogenem Nackenteil. Ein kurzer Schirm oder auch Ausführungen mit längerem Schirm bieten einen Schutz vor Witterungseinflüssen. Beim Zusätzlichem tragen von einem einstellbaren Visier, Gehörschutz oder Sichtschutz sollte die Helmform darauf ausgelegt sein. Diese Kriterien des Helm-Materials und der Helm-Schalenform, können klar nach den Arbeitsschutz-Anforderungen des Gefährdungs- und Einsatzpotenzials ausgewählt werden.

Bei dem 4. Punkt, den richtigen Passsitz zu berücksichtigen, ist die Auswahl von differenzierteren Merkmalen abhängig. Der Bauhelm sollte individuell der Kopfgröße entsprechend gewählt werden. Denn nicht jeder Schutzhelm passt auf jeden Kopf und ein schlecht sitzender Schutzhelm kann nicht den Schutz leisten, den er leisten muss. Damit der Schutzhelm fest und sicher auf dem Kopf sitzt, den gesetzlichen Anforderungen entspricht und einen hohen Tragekomfort bietet, muss keine Maßanfertigung in Auftrag gegeben werden.

Die Hersteller bieten Standardgrößen von kleinen, mittleren und großen Kopfumfängen an. Die Innenausstattung ermöglicht eine spezifische Feineinstellung für einen festen Sitz. Eine Ausführung mit Kinnriemen verstärkt zusätzlich den Passsitz und sorgt dafür, dass der Bauhelm bei einem Sturz nicht verrutscht oder abfällt. Sollte die Helmgröße außerhalb der angebotenen Standardgrößen liegen, bieten verschiedene Hersteller auch speziell zum Kopfumfang passende Größenvarianten mit entsprechender Innenausstattung an. Die richtige Helmgröße messen ist einfach und ergibt sich durch den Kopfumfang. 

Bietet Ihr Schutzhelm noch verlässlichen Schutz?

Ein Industrieschutzhelm hat eine vom Hersteller angegebene Gebrauchsdauer, die es zu beachten gilt. Das schreibt die Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz vor. Dabei haben Industrieschutzhelme aus thermoplastischen Kunststoffen eine Haltbarkeit von bis zu 4 Jahren und Schutzhelme aus duroplastischen Kunststoffen in der Regel eine Gebrauchsdauer von bis zu 8 Jahren. Nach einer starken Beaufschlagung und bei sichtbaren Beschädigungen sollte ein Schutzhelm immer ausgetauscht werden. Auch durch starke Witterungseinflüsse kann das Material spröde werden und bietet nicht mehr die nötige Sicherheit. Eine Überprüfung der Bauhelme auf Beschädigungen oder Materialermüdung sollte regelmäßig durchgeführt werden. Einen Hinweis auf Versprödung ermöglicht ein einfacher Knacktest.

Der Knacktest

Ob ein gebrauchter Schutzhelm aus nicht glasfaserverstärktem thermoplastischem Kunststoff noch sicher ist oder ausgetauscht werden muss, können Sie schnell und einfach feststellen. Drücken Sie dazu die Helmschale mit den Händen seitlich leicht ein. Nehmen Sie bei aufgelegtem Ohr Knister- oder Knackgeräusche wahr, ist der Industrieschutzhelm spröde und bietet keinen sicheren Kopfschutz mehr vor Schlag- und Stoßbelastungen. Dies ist eine erste grobe Orientierung, aber ein wichtiges Zeichen, den Bauhelm schnellstmöglich auszutauschen, da diese Anzeichen auf Materialermüdung hinweisen.

Die Farbe des Arbeitsschutzhelms kann von Bedeutung sein

Welche Farbe sollte der Bauhelm haben? Gelbe, blaue, grüne, rote oder weiße Helme? Das scheint grundsätzlich erst mal nicht relevant zu sein - Hauptsache der Schutzhelm schützt die Mitarbeiter in der Industrie und auf Baustellen vor herabfallenden oder pendelnden Gegenständen. Die Helmfarbe ist jedoch in einigen Gewerken durchaus von Bedeutung. Am geläufigsten sind die Bauarbeiterhelme in Gelb. Es gibt aber auch Bauhelme in:

  • Weiß
  • Rot
  • Blau
  • Orange
  • Grün
  • Schwarz

Die Farben der Schutzhelme werden häufig zur Differenzierung hinsichtlich der Berufs-Qualifikation des Trägers oder als Erkennungszeichen von Personen mit speziellen Funktionen genutzt. Hier ist die Helmfarbe praktisch, um beispielsweise den Vorarbeiter mit einem roten Helm auszustatten, damit dieser auf großen Baustellen einfach auffindbar ist. Die weißen Industrie-Schutzhelme finden häufig Verwendung, um Besucher, oder nicht regelmäßig anwesende Mitarbeiter, zu kennzeichnen. Auch die unterschiedlichen Berufsgewerke können Grund für die Wahl der Farbe sein.

Die grünen Helme finden oft ihren Einsatz im Garten- und Landschaftsbau. Den gelben Bauhelm bringt man klassisch mit der Baubranche in Verbindung. Lediglich im Bergbau ist die Farbe des Schutzhelms von größerer Bedeutung, da diese aufgrund von erhöhten Risiken vorgeschrieben sind. Dort müssen die jeweiligen Mitarbeiter hinsichtlich der verantwortlichen Position direkt identifizierbar sein.

Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Kriterien für Ihren Anwendungsfall entscheidend sind. Auf Wunsch stehen Ihnen bei der Auswahl aus dem umfangreichen Sortiment erfahrene Fachhändler mit kompetenter und fachspezifischer Beratung zur Verfügung.