Schraubzwingen - Werkzeug für Profi und Heimwerker

Sollen im holzverarbeitenden Handwerk, etwa von Tischlern oder Schreinern, Bauteile miteinander verleimt werden, kommen dabei Schraubzwingen zum Einsatz. Die Schraubzwinge ist das universelle Spannwerkzeug, um zwei Teile miteinander zu verbinden oder ein Werkstück zu fixieren. Diese Zwingen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und aus verschiedenen Materialien. Während Schraubzwingen bis ins frühe 20. Jahrhundert aus Holz gefertigt waren, bestehen sie seitdem aus Metall.

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Große Spannweite für viele Einsatzbereiche

Mittels Drehspindel mit Holzgriff oder Knebel wird bei der Schraubzwinge das Werkstück auf ein anderes gepresst. Die Schraubzwinge besteht dabei aus einem beweglichen, auf einer Schiene laufenden Spannarm und einem festen Spannarm. Aus der Länge der zumeist aus verchromtem Stahl hergestellten Schiene ergibt sich die Spannweite, während die länge der Arme die Spanntiefe ergibt. Hier unterscheiden sich Zwingen ebenfalls signifikant.

Während die Schraubzwinge für den Bastler meist kurze Spannarme hat, so ist die mit der langen, in diesem Fall aber dünneren Schiene für eine große Spannweite ausgelegt. Schraubzwingen für den professionellen Bereich bzw. den Einsatz im Handwerk sind so hergestellt, dass sie auch dauerhafte Belastungen aushalten.

Herkömmliche Schraubzwingen für den soliden Heimwerkergebrauch besitzen einen beweglichen und einen festen Spannarm aus Temperguss. Diese sogenannte Temperguss-Schraubzwinge ist weit verbreitet und kommt in vielen Gewerken zum Einsatz.

Bei der Ganzstahl-Schraubzwinge ist der feste Spannarm nicht auf die Schiene aufgesetzt. Hier besteht dieser Arm aus der rechtwinklig umgebogenen Spannschiene.

Schlosserschraubzwingen und Stahlbauzwingen für den harten Dauereinsatz

Schlosserschraubzwingen ähneln diesen Ganzstahl-Ausführungen, sind aber zusätzlich mit einem Knebel statt des Holzgriffes ausgestattet. Dieser Schlosser-Zwingen oder in der robusteren Ausführung auch Stahlbau-Zwingen sind sehr stabil und hochwertig verarbeitet und genügen auch den gehobenen Ansprüchen im Handwerk und der Industrie. Premium-Hersteller wie Bessey haben sich auf dieses Werkzeug spezialisiert.

C-Schraubzwingen weichen von der klassischen Form der Schraubzwinge ab und ähneln eher einer Messschraube. C-Zwingen bestehen aus einem C-förmigen, einteiligen Ganzmetall-Körper und einer langen Spindel mit Knebel-Griff.

Große Unterschiede bei Schraubzwingen gibt es beim Spanner. Am gängigsten sind Drehspindeln, deren Griffe aus unterschiedlichem Material hergestellt sein können. Meist bestehen sie aus Holz, es gibt aber auch Varianten aus Mehrkomponenten-Kunststoff. Spezielle Ausführungen sind anstatt der Spindel mit einem Hebelmechanismus versehen. Diese sogenannten Hebelzwingen lassen sich schnell lösen und befestigen, zählen aber genau genommen nicht zu den Schraubzwingen.

Hochwertige Zwingen zeichnen sich durch eine leichtgängige Spindel und einen Drehteller aus, der sich auch unter großem Druck nicht mitdreht und eventuell Bauteile zerkratzt oder beschädigt. Der Griff muss die Übertragung von großen Kräften ermöglichen, um die Zwinge gut spannen zu können. D. h. er muss griffig sein, darf aber keine scharfen Kanten haben, die zu Verletzungen oder zu Blasenbildung an den Händen führen können.

Benötigen Sie für Ihren individuellen Anwendungsfall weitere Onformationen, stehen Ihnen unsere Fachhändler gerne beratend zur Seite.