Der Fäustel - Das Werkzeug der Steinmetze

Wenn der Steinmetz zum Hammer greift, dann meint er den Fäustel. Dieses Schlagwerkzeug mit seinem hohen Gewicht von 1,0 bis 1,5 kg bei gleichzeitig großer Schlagfläche ist der gebräuchlichste Hammer bei der Arbeit mit Meißel und Eisen. Eine große Auswahl dieser Werkzeuge finden Sie auf toolineo.de. Worauf es bei der Auswahl und dem Kauf eines Fäustels ankommt, sagen wir Ihnen weiter unten in diesem Text.


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Derbes Werkzeug für Abbrucharbeiten

Was ist ein Fäustel? Die Form dieses Hammers mit zwei quadratischen Bahnen kann durchaus an eine Faust erinnern, daher kann die Bezeichnung "Fäustel" auch durchaus daher rühren. Eingesetzt wird der Fäustel klassischerweise bei Arbeiten mit handgeführten Eisen und Meißeln, wird aber auch bei allgemeinen Abbrucharbeiten verwendet.

Der herkömmliche Fäustel ist aus gehärtetem Stahl hergestellt und damit sehr langlebig. Bei einem Gewicht von über einem Kilogramm benötigt es für die Arbeit mit diesem Werkzeug schon einiges an Kraft in den Armen.

Ein hochwertiger Fäustel besteht aus vergüteten Materialien, meist aus Chrom-Vanadium-Stahl, und ich induktiv gehärtet. Wer auf eine angelassene Ausführung zurückgreift, der verringert die Gefahr von Absplitterungen am Hammer. Für spezielle Einsätze gibt es darüber hinaus auch Fäustel aus funkenfreiem und antimagnetischem Material, etwa für den Einsatz in brandgefährdeten Umgebungen. Hier kommen Kupfer-Beryllium-Legierungen oder Sonderbronze in anderen Zusammensetzungen zum Einsatz.

Solide Hammerstiele aus Holz oder Fiberglas

Ein ganz bedeutender Bestandteil des Fäustels ist der Stiel. Wie bei jedem Hammer sollte dieser auch hier sicher mit dem Kopf verbunden sein. Es gibt lösbare Verbindungen, bei denen der Stiel, sollte er verschleißen oder brechen, ausgetauscht werden kann. Ebenso gibt es unlösbare Verbindungen, bei denen Stiel fest mit dem Hammerkopf verbunden ist. In diesem Fall sind Kopf und Hammerstiel meist vergossen.

Das Material des Stiels ist bedeutend. Der einfache Fäustel ist mit einem Holzstiel, meist einem Eschenstiel oder Hickory-Stiel ausgestattet. Doch hier sollte aufgepasst werden. Holzstiele dürfen keine Astlöcher aufweisen, denn diese würden dem Hammerstiel die Stabilität nehmen. Ebenso muss darauf geachtet werden,, dass die Holzfasern längs zum Stiel zeigen. Nur so kann die Stabilität gewährleistet werden. Verwendbar sind die Holzsorten Esche, Hickory, Weißbuche, Akazie und Ahorn.

Wenn sie einen neuen Hammerstiel erworben haben, geben sie diesem einige Zeit zum Trocknen, durchaus auch auf der Heizung. Trockenes Holz zieht sich zusammen. Ein Hammerstiel, der im völlig trockenem Zustand eingepasst und montiert wird, wird nach minimalem Aufquellen erst recht richtig fest sitzen. Die Alternative zum Holzstiel ist der aus Fiberglas oder Spezialkunststoff.

Ein Werkzeug nach DIN 6475

Der klassische Fäustel wird in der DIN 6475 beschrieben. Neben dieser Form, die sowohl in der KFZ-Werkstatt als auch in der Heimwerkergarage zu finden ist, wurden für einige Gewerke spezielle Sonderformen entwickelt. So kam eine Sonderform von den Steinmetzen aus Carrara. Diese verwendeten einen Fäustel mit ungehärteten Flächen, was die Marmoroberfläche schonte. Eine weitere Sonderform ist der Bossierhammer, der mit einem Gewicht von über 2 kg insbesondere in Steinbrüchen verwendet, um Überstände aus Steinflächen (Bossen) abzuarbeiten.

Für Fragen zu Ihrem individuellen Anwendungsfall stehen Ihnen unsere erfahrenen Fachhändler mit fachspezifischer Beratung gerne zur Verfügung.